Ideensammlung Schulen – für eine gute Schulverpflegung, die ankommt
Wir wissen, dass eine gute Schulverpflegung eine große Herausforderung sein kann (siehe dazu auch unsere Studie Schulverpflegung). Bei der Bewältigung dieser Herausforderung kann die Initiative GEMEINSAM G’SUND GENIESSEN helfen! Nutzen Sie unsere Informationen und Angebote.
Eines aber gleich vorweg: Um eine gute Akzeptanz der Verpflegung zu gewährleisten, braucht es MEHR als nur einen guten Speiseplan.
Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu
- Erfolgsgeschichten von geförderten Schulen –
- Alltagsgestaltung (Speisesaal, Ess-Atmosphäre; Vorbildwirkung)
- Einbindung der Schüler*innen sowie Ernährungsbildung oder besser: Ernährungskompetenz
- Einbindung der Eltern und nahen Bezugspersonen
- Einbindung von Erhalter und Cateringbetrieb
- Verpflegungsleitbild/Verpflegungskonzept
Diese Informationen sind v.a. für Schulleiter*innen/Pädagog*innen/Nachmittagsbetreuer*innen gedacht, die für die Verpflegung (mit)verantwortlich sind.
Appetit auf Veränderung in der Schulverpflegung?
Ansatzpunkte für eine gelingende Schulverpflegung
Gutes Essen in der Schule ist ein Zusammenspiel vieler Faktoren. Ob eine Schule selbst kocht oder mit externer Belieferung arbeitet – an fast jedem Standort gibt es Möglichkeiten, das Angebot und das Erlebnis rund um die Mahlzeit zu verbessern.
Veränderung beginnt oft im Kleinen. Das sind die zentralen Ansatzpunkte:
- Raum & Atmosphäre: Wie die Gestaltung der Speiseräume, die Organisation der Essenszeiten und der Ablauf der Essensausgabe das Wohlbefinden und das Essverhalten der Schülerinnen und Schüler positiv beeinflussen.
- Dialog & Wertschätzung: Warum eine offene Kommunikation und die Partizipation aller Beteiligten wesentliche Zutaten für eine hohe Akzeptanz sind.
- Speiseplan & Qualität: Tipps für eine zeitgemäße, ausgewogene und genussvolle Menügestaltung, die präzise geplant (z. B. Portionsgrößen) und mit Pfiff zubereitet wird. Ein Speiseplan mit Aussagekraft sorgt zudem für die nötige Transparenz und Lust am Essen.
Im Zuge unserer geförderten Beratung erhalten Sie Impulse und Informationen dazu, wie sich die Verpflegungssituation Schritt für Schritt optimieren lässt.
Über 50 steirische Schulen haben sich über die letzten Jahre schon eine Förderung abgeholt!
In Großklein haben 2024 alle Bildungseinrichtungen gemeinsam mit der Marktgemeinde und den Großkleiner Wirten die Mittagsverpflegung weiterentwickelt – unterstützt vom Gesundheitsfonds Steiermark. Dazu wurde nicht nur das Angebot verbessert, auch ein neuer Speisesaal wurde gestaltet.
Umgesetzt wurde auch ein Verpflegungsleitbild.
Begleitet wurde dieses Cluster-Projekt von Styria vitalis.
Hier können Sie mehr darüber nachlesen.
Andrea Mair (Direktorin der Volksschule Großklein) und Bürgermeister Christoph Zirngast freuen sich mit den Kindern der Volksschule über die Weiterentwicklung (Credit: Gesundheitsfonds/Photoworkers).
Einbindung der Schüler und Schülerinnen
Partizipation ist wichtig.
Wenn Kinder und Jugendliche beim Essen mitreden und mitmachen dürfen, erhöht das die Akzeptanz. Lassen Sie Ihre Schüler*innen deshalb auch der Verpflegung mitentscheiden bzw. ermöglichen Sie eine Rückmeldemöglichkeit.
Einbindung der Eltern und nahen Bezugspersonen
So begeistern Sie Eltern bzw. Bezugspersonen von einer gesunden Schulverpflegung.
Gemeinsam am Tisch: Warum die Einbindung von Caterer und Schulerhalter entscheidend ist
Eine in allen Punkten gelingende Schulverpflegung ist keine Einzelleistung der Schule und auch nicht der Küche, sondern das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit.
Ansatzpunkte für eine gelingende Kooperation:
- Der „Runde Tisch“ Verpflegung: Regelmäßige Austauschtreffen zwischen Schulleitung, Elternvertretern, dem Caterer und dem Erhalter, um Feedback konstruktiv zu nutzen.
- Gemeinsame Projekte: Den Caterer in den Unterricht einbinden (z. B. Besuch in der Großküche) oder den Schulerhalter zu gemeinsamen Testessen einladen, um die Wertschätzung für das Angebot zu steigern.
- Transparente Kommunikation: Gemeinsame Vereinbarungen über den Speiseplan und klare Absprachen bei kurzfristigen Änderungen (z. B. Projekttage). Verschriftlichung in gemeinsam oder einzelnen Verpflegungsleitbildern /-konzepten.
Verpflegungsleitbild und Verpflegungskonzept als Qualitätssicherungsmaßnahme
Eine gute Verpflegung, die alle zufriedenstellt, muss viele unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen. Damit dieser Balanceakt gut funktionieren kann, braucht es verschriftlichte Rahmenbedingungen bzw. Kommunikation.
Ist Ihnen vor allem eine gesunde Jausenbox Ihrer Schützlinge wichtig? Oder achten Sie besonders auf einen regionalen und saisonalen Einkauf für die Mittagsverpflegung? Definieren Sie, was für Sie und Ihre Einrichtung wichtig ist und schreiben Sie es zumindest in einem Verpflegungsleitbild nieder. Dieses Leitbild kann dann zum Verpflegungskonzept weiterentwickelt werden. Die Erstellung eines Verpflegungskonzeptes ist übrigens eine Empfehlung aus den steirischen Mindeststandards.





