Kürzere Wartezeiten für Katarakt-Operationen (Grauer Star) - Sujetbild

Raschere Termine für Operationen und Behandlungen in der Steiermark (Grauer Star, Krebs etc.)

Projekt „Kürzere Wartezeiten“

Seit Anfang 2024 läuft das Projekt „Kürzere Wartezeiten“. Im ersten Schritt geht es dabei u. a. um die Bereiche Grauer Star, Urologie  sowie Krebs- und Strahlentherapie. Erste Verbesserungen konnten bereits erzielt werden, etwa durch Kooperationen mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und eHealth-Projekte.

In der Steiermark werden von der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft m. b. H. (KAGes) jährlich über 10.000 Kataraktoperationen durchgeführt. Die Termine werden dabei nach Dringlichkeit vergeben. Für Patientinnen und Patienten der Dringlichkeitsstufe 1, der höchsten von drei Prioritätsstufen, lagen die durchschnittlichen Wartezeiten im Oktober 2024 noch bei knapp einem Jahr.

Als kurzfristige Maßnahme wurde 2025 das Projekt „Abbau der Katarakt-Warteliste“ umgesetzt und damit 3.000 Katarakt-Operationen im niedergelassenen Bereich finanziert. Bei 105 Patientinnen und Patienten zeigte die Voruntersuchung, dass ein Eingriff nicht möglich war. 30 niedergelassene Augenfachärzte und -ärztinnen wirkten an dieser von Gesundheitsfonds Steiermark, KAGes und Gesundheitsversorgungs-GmbH koordinierten Initiative mit.

Im Zuge des Projekts wurde die Warteliste der KAGes um Patienten und Patientinnen bereinigt, für die eine Operation nicht mehr infrage kam. Zudem wurden die Anmeldekriterien für Kataraktoperationen innerhalb der KAGes präzisiert und technische Anpassungen am Anmeldesystem vorgenommen. Durch all diese Maßnahmen konnte die durchschnittliche Wartezeit auf eine Kataraktoperation für Patienten und Patientinnen der Dringlichkeitsstufe 1 trotz weiterhin hohem Anmeldeaufkommen auf unter acht Monate gesenkt werden.

Info-Hotline für Patientinnen und Patienten: 0316/376396

Prognosen zeigen, dass der Bedarf an Bestrahlungen in den nächsten Jahren weiter steigt. Daher wird nun das Angebot aufgestockt. Im November 2024 wurde die Finanzierung eines zweiten Linearbeschleunigers („LINAC-2″) am Standort Leoben des LKH Hochsteiermark beschlossen.

Die Urologie ist der demographisch am stärksten wachsende chirurgische Bereich. Für Krebspatient*innen gibt es derzeit an beiden urologischen Abteilungen (Uniklinikum Graz und Leoben) keine Wartezeiten, jedoch für nicht-onkologische Operationen. Durch die Einbindung der Spitäler in Deutschlandsberg und Rottenmann konnte die KAGes die Zahl der Operationen in den letzten Jahren erheblich steigern. Um dieses Potential weiter auszubauen, wird an Kooperationen mit weiteren Standorten gearbeitet.

Es ist wichtig, dass Krebs-Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen Unterstützung und Begleitung erhalten. Sie brauchen Hilfe, um mit Ängsten und Verunsicherungen umzugehen. Deshalb läuft am LKH Oststeiermark ein Pilotprojekt, über das eine erweiterte psychoonkologische Betreuung angeboten wird.

Das Projekt startete im Oktober 2024 (Vollbetrieb ab November 2024). In diesem Zeitraum wurden fast 600 Kontaktgespräche mit Patientinnen und Patienten geführt, im Jänner 2025 195 Patientinnen und Patienten. 1.150 Screening-Fragebögen wurden im Herbst 2024 an den Standorten Fürstenfeld und Feldbach ausgegeben. Aus diesen ergab sich ein Betreuungsbedarf von rund 20 Prozent.

Die neue Leistung wird von den Patientinnen gut angenommen und die Inanspruchnahme steigt.

Prognosen zeigen, dass in den nächsten Jahren immer mehr Menschen erkranken an bösartigen Tumoren. Aber auch die Überlebensrate steigt. Die Nachsorge ist daher wichtig. Ein positives Beispiel ist hier die eHealth-Lösung „HerzMobil“ für Menschen mit Herzschwäche. Damit kann man die Sterblichkeit senken und die Lebensqualität steigern. Ein ähnliches Projekt ist „OnkoMobil“. Es soll die Versorgung in der onkologischen Nachsorge verbessern und die Wege- und Wartezeiten für Betroffene verkürzen. In der Pilotphase wird mit Brustkrebs gestartet. Die Betroffenen brauchen in der Nachsorge Fachärztinnen und -ärzte aus verschiedenen Bereichen wie Gynäkologie, Dermatologie, Radiologie und Innere Medizin. Bisher mussten die Patientinnen und Patienten dafür manchmal für mehrere Termine innerhalb weniger Wochen nach Graz kommen. „OnkoMobil“ soll die Nachsorge gemeinsam mit den Krankenhäusern und Ärztinnen sowie Ärzten vor Ort organisieren. So müssen Patientinnen und Patienten nicht mehr so oft nach Graz kommen, egal wo sie leben.

Der Grundsatzbeschluss für das Projekt wurde im November 2024 gefasst. Am 1. Juli 2025 erfolgte der offizielle Projektstart. Mehr dazu …