Neues Gesundheitszentrum “HÄRZ für Hart” wurde eröffnet

Durch die Kooperation von ortsansässigen Hausärztinnen, der Sozialversicherung, dem Gesundheitsfonds Steiermark und dem Land Steiermark konnte das neue Gesundheitszentrum am 1. Juli 2026 eröffnen. Damit wird ein weiterer Meilenstein umgesetzt, der die hausärztliche Versorgung weiter verbessert und die Versorgung sicherstellt.

Die Primärversorgungseinheit “HÄRZ für Hart (Hausärztinnenzentrum für Hart)“ entstand am Standort Johann Kamper-Ring 1. Die Errichtung wurde durch jahrelange Vorbereitung und intensive Gespräche der der Fachärztinnen für Allgemeinmedizin und Familienmedizin Dr.in Stephanie Poggenburg und Dr.in Julia Großmann mit der Sozialversicherung, dem Gesundheitsfonds Steiermark, dem Land Steiermark, Stadt Graz und technomed möglich.

Umfangreiches Angebot für die Gesundheit und besonderer Schwerpunkt

Das Gesundheitszentrum setzt das noch intensiver fort, an dem die Ärztinnen schon seit Jahren in Hart bei Graz arbeiten, deren Motto lautet: „Wir behandeln nicht Krankheiten, sondern betreuen und begleiten erkrankte Menschen und ihre Familien in ihrem sozialen Kontext und all ihren körperlichen und seelischen Anliegen. Wir sind stolz darauf, einen Ort geschaffen zu haben, an dem Patient:innen nicht nur Unterstützung, Hilfe, Linderung, Heilung und Vorsorge finden, sondern auch Verständnis, Empathie und Fürsorge. Der interdisziplinäre, multiprofessionelle Ansatz sorgt für eine noch höhere Qualität in der Primärversorgung. Es ist uns wichtig, eine gerechte und solidarische Betreuung unserer Patient:innen zu ermöglichen.“

Gesundheitszentrum Hart

Das Team des Gesundheitszentrums Hart rund um die Ärztinnen Stephanie Poggenburg und Julia Großmann mit den Gästen bei der Eröffnung.
© Gesundheitsfonds Steiermark 

Umfassendes Angebot im Gesundheitszentrum Hart

Umgesetzt wurden auf einer Gesamtfläche von rund 500 m2 neben den Ordinationsräumen der Ärztinnen, zu deren Team auch seit einiger Zeit die Allgemeinmedizinerin Frau Dr. Münch gehört,

  • ein gemeinsamer Anmeldebereich,
  • ein Notfallversorgungsraum mit Bereichen für Infusionen und physikalische Therapien wie Reizstrom oder Mikrowelle,
  • ein Labor sowie
  • Räume für Wunderversorgung, Beratung durch Pflegekräfte, Psychotherapie, Physiotherapie und Diätologie und Hebamme.

Die Versorgung wird laufend an die neuesten medizinischen Standards angepasst und erweitert. Wichtig ist dem gesamten Team die Ausrichtung auf eine wissenschaftsbasierte Medizin und die Vermeidung von Über-, Unter- und Fehlversorgung.

Vorteile für Patientinnen und Patienten

Das deutlich bessere und großzügigere Raumangebot, attraktivere Ordinationszeiten und eine weitere Verbesserung der Arbeitsabläufe und die damit verbundenen kürzeren Wartezeiten bringen wesentliche Vorteile für die Patientinnen und Patienten. Die Hausärztinnen betreuen daneben noch Patientinnen und Patienten in 4 Pflegeheimen und nehmen ebenfalls Funktionen als Gemeinde-, Schul- und Feuerwehrärztinnen wahr. Beide sind Lehrende an der MedUniGraz, bilden Medizinstudierende und Turnusärzt:innen aus und sind hochrangige Vertreter:innen ihrer wissenschaftlichen Fachgesellschaften STAFAM (Steirische Akademie für Allgemeinmedizin), ÖGAM (Österreichischer Gesellschaft für Allgemeinmedizin) und JAMÖ (Junge Allgemein- und Familienmedizin Österreich) und damit auch intensiv in die Weiterentwicklung ihres Fachs involviert.

Erweiterte Öffnungszeiten

Mit den erweiterten Öffnungszeiten (insgesamt 40 Stunden pro Woche) und der interdisziplinären Zusammensetzung von insgesamt 3 Ärztinnen, Pflegepersonal und Gesundheitsberufen kann den Patientinnen und Patienten auch ein attraktives, erweitertes Leistungsangebot angeboten werden. Neben einer umfassenden hausärztlichen Versorgung samt Koordinierungsfunktion stehen umfassende Diagnostik- und Therapietools zur Verfügung. “Ziel ist es, möglichst viele Dinge in der Primärversorgung abzuklären und fallabschließend zu behandeln“, stellen die Ärztinnen klar. Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Fachärztinnen und -ärzten anderer Fachrichtungen ist beiden sehr wichtig, da der Benefit für die Patientinnen und Patienten im Vordergrund steht.

Diabetes mellitus als Schwerpunkt

Ein Schwerpunkt ihrer hausärztlichen Arbeit war schon immer die aufwändige Betreuung chronisch mehrfach erkrankter Patientinnen und Patienten und insbesondere auch Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus im Programm Therapie Aktiv, die nun durch eine Erweiterung des schon bestehenden Pflegeteams weiter intensiviert werden kann. Neuerdings tragen die weiteren Berufsgruppen einen großen Anteil dazu bei. Durch vielfältige diagnostische Möglichkeiten und einschlägige Erfahrung können auch komplexere internistische Erkrankungen hausärztlich betreut werden; die pflegerische Kompetenz und Erfahrung sichert die Versorgung chronischer Wunden. Vielfältige Ernährungsfragen werden ab sofort von 2 Diätologinnen mitbetreut und orthopädische Probleme physiotherapeutisch behandelt. Die Hebamme wird sich Schwangeren und Müttern und ihren Kindern widmen; durch die psychotherapeutische Betreuung kann die Behandlung akuter und chronischer psychischer Erkrankungen erfolgen und eine Kurzinterventionen bei Krisen stattfinden.

Gesundheitskompetenz und Community Nurses

Besonderes Augenmerk liegt zudem auf Gesundheitskompetenz, sowie darauf Angebote zur Förderung von Gesundheit und Prävention von Krankheiten zu schaffen. Hier besteht bereits eine sehr gute Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Community Nurse, die fortgesetzt werden soll.

Wesentlicher Beitrag für unser Gesundheitssystem

„Die Gesundheitszentren in der Steiermark sind eine Erfolgsgeschichte und ein zentraler Baustein zur bestmöglichen Versorgung für die Steierinnen und Steirer. Sie sichern ein optimales Angebot in verschiedenen Bereichen unter einem Dach. Ob Allgemeinmedizin, Akutversorgung, aber auch die Gesundheitsförderung und Prävention. Primärversorgungszentren leisten damit einen wesentlichen Beitrag, eines der besten Gesundheitssysteme nicht nur aufrecht zu erhalten, sondern noch weiter auszubauen“, so ÖVP-Gesundheitssprecherin Sandra Holasek und unterstreicht: „Durch die Eröffnung weiterer Standorte wird die regionale Versorgung und das medizinische Angebot in den Bezirken weiter gestärkt!“

Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe

Mit Primärversorgungseinheiten wird Gesundheitsversorgung neu gedacht: wohnortnah, teamorientiert und auf die Bedürfnisse der Menschen abgestimmt. Die Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe unter einem Dach sorgt für kurze Wege, eine umfassende Betreuung und mehr Service durch erweiterte Öffnungszeiten. Davon profitieren Patientinnen und Patienten ebenso wie die im Gesundheitswesen tätigen Berufsgruppen. Dieses zukunftsweisende Versorgungsmodell stärkt die medizinische Versorgung in den Regionen und leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems“, betonen die beiden Vorsitzenden des Landesstellenausschusses der ÖGK in der Steiermark, Josef Harb und Beatrice Erker.

Die Öffnungszeiten sind wie folgt:

Montag, 7.30 bis 15.30 Uhr
Dienstag, 9.00 bis 17.00 Uhr
Mittwoch, 7.30 bis 15.30 Uhr
Donnerstag, 9.00 bis 17.00 Uhr
Freitag, 7.30 bis 15.30 Uhr

Kontakt:

Telefon: 0316 / 49 13 00
Website: www.die-hausaerztinnen.at